Nachhaltigkeit
SERIELLES BAUEN
• kompakte Bauweise,
• baukonstruktive Maßnahmen wie z.B. 18 - 20 cm starke Wärmedämmung der Fassaden, Reduzierung der Wärmebrücken (Wärmedämmung unter den Fundamenten, Anschlussdetails),
• ausgefeiltes Heizungssystem mit Wandheizungen und Eingriff in das Nutzerverhalten (Fensterkontakte),
• vernetzte Heizungsregelung mit Einzelraumregelungen,
• kontrollierte Abluftanlage, die Lüftungsverluste minimiert. Effizienter Energieeinsatz z. B. durch:
• Fernwärmeversorgung durch Kraftwärmekopplung in den Objekten Nancystr. 18, 20 und Tennesseeallee 14, Karlsruhe,
• zudem teilweise Ausstattung der Gebäude bei Errichtung mit Photovoltaikanlagen.
PHOTOVOLTAIKANLAGEN UND THERMISCHE SOLARANLAGE
Die im April 2005 in Betrieb genommene Anlage in der Nancystr. 20, Karlsruhe gehörte nach damaligen Angaben zu den größten privaten Photovoltaikanlagen in Karlsruhe.Der Ausbau von Photovoltaikanlagen wird weitergeführt.Der erzeugte Strom wird direkt im Wohnheimbereich eingesetzt und selbst verbraucht.ENERGIEVERSORGUNG
In ca. 90 % unserer Studentenwohnheime wird Fernwärme eingesetzt. In Zimmern sind das 2.453 von 2.712 Wohnheimplätzen. Des Weiteren werden Neubauten mit Fernwärme, sofern realisierbar, geplant und auch die Möglichkeit der Umstellung der noch nicht mit Fernwärme versorgten Wohnanlagen geprüft.Ökostrom:
Bei der Stromversorgung unserer Studentenwohnheime wird Strom aus erneuerbaren Energien eingesetzt. Die entsprechende Herkunft wird durch Herkunftsnachweise dokumentiert.Blockheizkraftwerke:
In den Wohnheimen Zähringerstr. 4, Karlsruhe und Bernhardstr. 11/Rudolfstr. 20, Karlsruhe wurden die in die Jahre gekommene und veraltete Heizungsanlage bzw. reparaturanfällige Anlage im Jahr 2021 ausgetauscht. Zur Reduzierung des zukünftigen Energieverbrauches wurde eine neue Heizanlage mit Gas-Brennwertheizkessel eingebaut. Zusätzlich wurde jeweils auch ein Blockheizkraftwerk, kurz BHKW, eingebaut, das die Gebäude mit Wärme und auch mit Strom versorgt. Der durch das BHKW erzeugte Strom soll direkt im Gebäude genutzt werden. Dadurch wird der vor Ort erzeugte Strom unmittelbar im Gebäude eingesetzt.
Mit den Sanierungen der Heizungsanlagen wurde auch das EWärmeG des Landes Baden-Württemberg erfüllt. Das Gesetz gibt vor, dass bei einer Heizungssanierung mind. 15% erneuerbare Energien eingesetzt werden müssen. Der vor Ort erzeugte Strom wird direkt im jeweiligen Gebäude genutzt. Dadurch kann der Bezug von Strom aus dem öffentlichen Netz reduziert werden.
INNOVATIVES SYSTEM - U. A. FENSTER AUF, HEIZUNG AUS
Seit Jahren statten wir aus energetischen Gründen die Öffnungsflügel der Fenster mit Fensterkontakten aus. Der Fensterkontakt zur Raumtemperatursteuerung ist unsichtbar im Fensterrahmen verbaut. Beim Öffnen des Fensters wird die Zuleitung unterbrochen, der Stellantrieb der Heizung (stromlos geschlossen) wird spannungsfrei geschaltet, damit das Ventil geschlossen werden kann.
Dieses System praktizieren wir schon seit Jahren („Fenster auf, Heizung aus“) und es dient dazu, unnötiges Heizen bei geöffnetem Fenster zu vermeiden. Dieses System kann sowohl für Fußboden- und Wandheizungssysteme als auch für herkömmliche Standard-Heizkörper eingesetzt werden.Lüftung
In den Wohnheimzimmern ist überwiegend eine kontrollierte Abluftanlage mit individueller Zuluftöffnung im Fensterbereich vorhanden. Dadurch wird eine kontrollierte Lüftung in den Räumen unterstützt.
ENERGIEAUSWEISE
Die in unseren Wohnheimen ermittelten Energieverbrauchskennwerte lagen zum Zeitpunkt der Auswertung im Durchschnitt bei 97,85 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr.
AUSSTATTUNGSMERKMALE IN DEN WOHNHEIMEN - U.A. GLEICHTEILSTRATEGIE
Das Studierendenwerk Karlsruhe setzt in vielen seiner Wohnheime bereits seit Jahrzenten einen Linoleumbelag als Bodenbelag ein. Inzwischen befindet sich der Bodenbelag in über 1.600 Wohnheimplätzen in Karlsruhe und Pforzheim. Nach Angaben des Herstellers besteht der Bodenbelag zu rund 73 % aus nachwachsenden Rohstoffen. Zu den eingesetzten Rohstoffen zählen unter anderem Holzmehl, Jute und Leinöl. Weitere Bestandteile sind mineralische Füllstoffe und Recyclingmaterialien.
Die Angaben zu den Materialanteilen und zur Umweltbilanz des Produkts basieren auf Herstellerangaben und den entsprechenden Produktunterlagen.Der Bodenbelag erfüllt unsere hohen Nutzungsanforderungen und wird seit Jahrzenten eingesetzt..Beleuchtung
Im Rahmen von Neubauten und Sanierungen planen wir den Einbau von LED-Beleuchtung in den Wohnheimen. Unabhängig davon werden zunächst die im Eigentum des Studierendenwerks Karlsruhe befindlichen Studentenwohnheime nach und nach auf LED umgerüstet.Bettwäsche
Wir bieten unseren Mieterinnen und Mietern kostenfrei Bettwäsche im Rahmen ihres Aufenthalts an. Immer wieder nutzen, vor allem internationale Studierende dieses Angebot. Die Mieterinnen und Mieter können nach Beendigung der Wohnzeit die Bettwäsche wieder bei uns abgegeben, welche dann von einer Textilreinigungsfirma gewaschen und dann auf Wunsch der nächsten Mieterin oder dem nächsten Mieter wieder zur Verfügung gestellt wird.
MOBILITÄT IN DEN WOHNANLAGEN
Dadurch stehen u. a. den Mieterinnen und Mietern zusätzliche Möglichkeiten für die Nutzung von Fahrrädern zur Verfügung.Selbstverständlich gibt es aber auch Abstellplätze für das eigene Fahrrad in unseren Objekten. In nahezu allen Wohnheimen sind überdachte Fahrradabstellplätze dafür vorgesehen. Neben Fahrradschuppen oder Fahrradkellern können auch kostengünstige Fahrradboxen zur individuellen Abstellung des Fahrrads angeboten werden. Von ehemaligen Mietern zurückgelassene Fahrräder werden von uns aussortiert und zunächst eingelagert. Nach entsprechender Frist bieten wir schon seit Jahren eine Fahrradversteigerung an, bei der diese Fundfahrräder dann unter den Hammer kommen. Die Fahrradversteigerung findet meist zu Semesterbeginn im Bereich der Mensa am Adenauerring statt und erfreut sich immer großer Beliebtheit, da hier das ein oder andere Schnäppchen gemacht werden kann! Die Fahrräder werden aber auch gespendet, u. a. an den Stadtjugendausschuss der Stadt Karlsruhe.Sollte man doch auch einmal auf das Auto zurückgreifen müssen, können auch Carsharing-Angebote genutzt werden. In verschiedenen Wohnheimen befinden sich hierfür Carsharingstationen, deren Nutzung immer wieder im Anspruch genommen wird.Insgesamt bieten wir somit verschiedene Möglichkeiten für eine emisionsfreiere Mobilität. Bereits auf unserer Homepage können sich unsere potenziellen Mieter über die jeweilige Entfernung der Wohnheime zu den relevantesten Orten, wie z.B. die nächste Haltestelle, den KIT-Campus Süd oder die Stadtmitte informieren. Auch bei Vertragsabschluss werden sie oft noch einmal auf das in Karlsruhe überwiegend sehr gut ausgebaute fuß- und radverkehrsfreundliche Straßennetz und die relativ kurzen Wege hingewiesen, die ein eigenes Auto im Wohnheim nicht zwingend erforderlich machen.Die Wohnheimverwaltung selbst verfügt über mehrere Dienstfahrräder, die sehr regelmäßig genutzt werden.
TIPPS ZUM ENERGIESPAREN
- die Innenbeleuchtung bei Verlassen eines Zimmers, Küche bzw. der Wohnung ausgeschalten ist.
- die Gefrierfächer der Kühlschränke regelmäßig abgetaut werden. Dadurch verlängert sich nicht nur deren Lebensdauer, auch der zur Kühlung benötigte Energiebedarf wird immens gesenkt. Vor allem in den kühleren Jahreszeiten ist das sicher einfacher umzusetzen.
- beim Kochen ein passender Deckel auf den Kochtopf gelegt und die zur Topfgröße passende Herdplatte genutzt wird. Meist kann der Kochvorgang verkürzt und die Restwärme zum Fertiggaren genutzt werden.
- zum Aufbacken von 1 - 2 Brötchen der Aufbackaufsatz vom Toaster genutzt wird oder die Brötchen frisch vom Bäcker geholt werden.
- auf Vorheizen des Backofens verzichtet wird. In vielen alten Kochrezepten steht noch, dass der Backofen vor der Nutzung vorgeheizt werden muss. Das ist bei der aktuellen Qualität der Elektroherde tatsächlich nicht mehr notwendig.
- in Wohn- und Sanitärräumen – auch im Winter - „stoßgelüftet“ wird, d.h. im zu lüftenden Raum alle Fenster für kurze Zeit (ca. 10-15 min.) vollständig öffnen, anstatt die Fenster über längere Zeit gekippt zu lassen. Ebenso sollte natürlich die Heizung abgestellt sein, wenn der betreffende Raum gelüftet wird.
- Fenster komplett geschlossen sind. Der Griff sollte ganz nach unten gerichtet sein.
- keine Heizkörper durch Möbel oder Vorhänge abgedeckt werden, so dass eine optimale Zirkulation und schnelle Raumerwärmung gegeben ist.
- Fernsehgeräte, Laptops und Tablets vollständig ausgeschaltet sind und sich nicht im Standby Betrieb befinden. Der Energieverbrauch kann bei Nichtgebrauch durch vollständiges Abschalten deutlich gesenkt werden, was sich bei vielen Geräten über einen längeren Zeitraum durchaus rechnet.
Auch ein am Netz angeschlossenes Ladegerät, an welchem kein Verbraucher angeschlossen ist, verbraucht dennoch Strom. - bei kühlerer Temperatur gewaschen wird. Die heutigen Waschmittel sind in der Lage auch bei 30 Grad sehr gute Waschergebnisse zu liefern, sodass häufig die Nutzung von 60, bzw. 90 Grad Waschprogrammen nicht nötig sind. Sofern auch ein Trockenraum vorhanden ist, wäre diese Form der Trocknung dem Betrieb von Trocknern grundsätzlich vorzuziehen.
Richtig Mülltrennen in unseren Wohnheimen: So einfach geht’s!
Um die Mieterinnen und Mieter zur richtigen Mülltrennung zu sensibilisieren, wurde im Herbst 2024 ein Video mit Informationen zur korrekten Mülltrennung online gestellt. FLIP THE SWITCH!Am 01. September 2022 startete die Energiesparkampagne des Deutschen Studierendenwerks (DSW) „Flip the Switch“. Ziel ist es, Studierende, vor allem die Mieterinnen und Mieter in den Wohnheimen, zum Energiesparen zu motivieren.Der DSW hat mit der Energiesparkampagne FLIP THE SWITCH viele gute Tipps zusammengestellt, wie man im Alltag Energie sparen kann.Die Inhalte sind mehrsprachig und unter
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Richtig Mülltrennen in unseren Wohnheimen: So einfach geht’s!
Studierendenwerk Karlsruhe installiert Mauersegler-Nistkästen für den Artenschutz in Karlsruhe

in Karlsruhe aktiv für den Naturschutz und den Schutz der Artenvielfalt in Karlsruhe einsetzen. Mit der Installation von Nistkästen für Mauersegler haben wir eine wichtige Maßnahme zum Schutz dieser bedrohten Vogelart direkt an unserem Wohnheim umgesetzt. Die Kästen wurden fachgerecht angebracht, um den Mauerseglern einen sicheren Brutplatz zu bieten. Diese Vögel sind durch den Verlust von Nistmöglichkeiten zunehmend gefährdet, weshalb solche Initiativen von großer Bedeutung sind.Als Anerkennung für diese wertvolle Arbeit zur Unterstützung der heimischen Vogelarten erhielt das Studierendenwerk Karlsruhe vom Naturschutzbund Karlsruhe (
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